Sonnenbutter mit Zinkoxid DIY

Sonnenbutter mit Zinkoxid

Sonnenschutz ist eines der wichtigsten Mittel, um die Haut vor Schäden zu bewahren. UVA- und UVB-Strahlen führen zu Langzeitschäden wie Hautalterung, Faltenbildung oder Verdickung der Haut. Die vorgestellte Sonnenbutter ist sehr sanft und reichhaltig und daher sehr gut für reife, trockene und sensible Haut geeignet. Sie steckt voller Nährstoffe und kommt ganz ohne Emulgatoren und Konservierungsmittel aus, da sie kein Wasser enthält.

Der Sonnenschutz wird durch das mineralische Pigment Zinkoxid gegeben. Sonnenschutzsubstanzen können in drei Gruppen eingeteilt werden: chemischer Sonnenschutz, physikalischer Sonnenschutz und biologischer Sonnenschutz. Zinkoxid fällt hierbei in die Gruppe des physikalischen Sonnenschutzes. Es wird je nach gewünschtem Lichtschutzfaktor dosiert. Will man beispielsweise einen LSF von 15 haben, dann werden 15 % des Gesamtgewichts des Produktes an Zinkoxid hinzugegeben. Doch auch bei niedriger dosiertem Zinkoxid, wie 5 %, ist es schon recht schwer einen Sonnenbrand zu bekommen.

Verwendete Rohstoffe

Sonnenbutter mit Zinkoxid Rohstoffe
Pflanzenöle/ -wachse und Wirkstoffe
10 gr Zinkoxid
20 gr Kokosöl
20 gr Mangobutter
35 ml Jojobaöl
10 ml Wildrosenöl
5 ml Glycerin

Zinkoxid

Zinkoxid ist ein weißes Pulver, das eine gute chemische Stabilität aufweist. Es bildet zwar mit Wasser unter Sonnenstrahlung Hydroxilradikale und Wasserstoffperoxid, doch es konnte bisher keine nachteilige Wirkung dieser Reaktion auf die Haut nachgewiesen werden. Der Grund hierfür ist vermutlich, dass die Pigmente nicht in die tieferen Hautschichten eindringen können. Das Pigment schützt die Haut durch Reflexion, Absorption und Streuung der UV-Strahlen. Erst im langwelligen UVA-Bereich ab 380 nm ist es nicht mehr wirksam. Durch die mittlerweile sehr kleine Partikelgröße der Pigmente führt es nicht mehr zu einer deckenden Paste, sondern lässt sich leicht gleichmäßig auf der Haut verteilen. Auch in Gelen kommt es nicht zu einem Pasteneffekt.

Kokosöl

Kokosöl hat ein geringes Eindringvermögen in die Haut, was vor allem bei einem Sonnenschutzpräparat vorteilhaft ist. Zudem wird aufgrund seiner feuchtigkeitsspendenden Wirkung und seines kühlenden Effekts gerne in der Kosmetik eingesetzt. Studien zufolge hat das Öl einen Lichtschutzfaktor, der je nach Quelle zwischen 2 und 7 ist. Das bedeutet, dass der natürliche Lichtschutzfaktor der Haut um das 2- bis 7-fache verlängert wird. Bei einem hellen Hauttyp mit natürlichem Schutz von 5 Minuten würde sich dieser bei LSF 2 auf 10 bzw. bei LSF 7 auf 35 Minuten verlängern.

Mangobutter

Mangobutter weist bei Zimmertemperatur eine feste Konsistenz auf und  wird gerne in Cremes und Lotionen eingesetzt. Sie bindet wie Kokos–, Shea– und Kakaobutter gut den wässrigen Anteil. Sie hat außerdem einen rückfettenden, heilenden und regenerierenden Charakter, sodass sie bei trockener und spröder Haut eine feuchtigkeitsspendende Wirkung zeigt. Die Haut wird somit weicher und geschmeidiger.

Jojobaöl

In der Kosmetik wird Jojobaöl häufig verwendet, da es die Haut pflegt und von der Haut beinahe rückstandslos aufgenommen wird. Es bleibt somit kein öliger Film auf der Haut zurück. Das Öl wird von allen Hauttypen gut vertragen und wirkt feuchtigkeitsspendend wie auch antibakteriell. Durch seine gute Tiefenwirkung reguliert es den Feuchtigkeitshaushalt und macht die Haut zart, geschmeidig, und widerstandsfähig zugleich. Wer von unreiner Haut geplagt wird, ist unter Umständen mit der Verwendung von Jojobaöl gut beraten. Durch seine antibakterielle Wirkung verhindert es das Ausbreiten von Keimen, ohne die Haut gleichzeitig auszutrocknen.

Wildrosenöl

Wildrosenöl kann durch seinen hohen Gehalt an antioxidativ wirkenden Substanzen die Wirkung von Sonnenschutzmitteln unterstützen. Es schützt selbst nicht ausreichend vor UV-Strahlen, hat aber einen geringen, natürlichen Lichtschutzfaktor – so wie  andere Öle auch. Zusätzlich verbessert das Wildrosenöl den Schutz der Haut, was wiederum ein vorzeitiges Altern und durch UV-Strahlen ausgelöste Schäden an der Haut verhindert. Dies können zusätzliche Pigmentierungen sein oder die der Sonne ausgesetzte Haut wird fleckig.

Glycerin

Glycerin hat eine sehr feuchtigkeitsspendende Wirkung auf die Haut und erhöht deren Elastizität. Dank der Wasserbindungsfähigkeit wird Glycerin gerne als Feuchthaltemittel in Rezepturen eingesetzt.

Vitamin E Öl

Vitamin E ist ein starkes Antioxidans, das die Haut vor Freien Radikalen schützt. Diese aggressiven Moleküle entstehen ständig bei den natürlichen Stoffwechselprozessen im Körper. Zusätzlich stabilisiert Vitamin E auch die Haltbarkeit der öligen Substanzen, da es deren Oxidation und Ranzigwerden verlangsamt.

Ätherisches Lavendelöl

Das hautpflegende, ätherische Lavendelöl bereichert die Sonnenpflege mit seinen durchblutungsfördernden, entzündungshemmenden Eigenschaften. Zudem verleiht es der Creme einen wunderbaren, entspannenden Duft.

Ätherisches Rosengeranienöl

Das Rosengeranienöl wirkt antiseptisch, kühlt Entzündungen und wirkt Trockenheit entgegen. Zudem verleiht es einen blumig, frischen Duft.

Hier findest du weitere ätherische Öle.

Sonnenbutter mit Zinkoxid

Anwendung und Haltbarkeit

Die Sonnenbutter sorgfältig auf die Körperbereiche auftragen, die der Sonne ausgesetzt sind. Bei langem Aufenthalt in der Sonne sollte mehrmalig eingecremt werden. Die Sonnenschutzzeit lässt sich zwar nicht verlängern, jedoch ist das nachcremen notwendig, um den ursprünglichen Sonnenschutz aufrechtzuerhalten. Denn durch Schwitzen, den Abrieb auf Textilien (z. B. durch Bade- oder Handtücher) sowie durch das Baden in Wasser geht Sonnencreme und damit Sonnenschutz verloren.

Da die Sonnenbutter kein Wasser enthält, ist sie recht lange haltbar. Prüfe das MHD aller Zutaten und notiere das früheste Ablaufdatum einer Zutat. Solange ist die Sonnenbutter haltbar.

Sonnenbutter mit Zinkoxid

DIY Sonnenbutter Rezept

Rezeptangaben*
Zubehör
  • Schüssel und Topf für das Wasserbad oder hitzebeständiges Becherglas
  • Milchaufschäumer oder Schneebesen
  • Tiegel für die Creme
Zubereitung
  1. Kakao- und Mangobutter in einem Wasserbad oder einem hitzebeständigen Becherglas schmelzen.
  2. Die flüssige Mischung vom Herd nehmen und auf Handwärme abkühlen lassen.
  3. Nun das Jojoba- und Wildrosenöl einrühren und abschließend noch das Zinkoxid, Glycerin, Vitamin E Öl und die ätherischen Öle.
  4. Dann mit einem Milchaufschäumer cremig aufschlagen.
  5. Die Sonnenbutter nun in einen Tiegel füllen und mindesten eine Stunde im Kühlschrank aushärten lassen.

Haftung: Alle angegeben Wirkungsweisen dienen lediglich zur Information und ersetzen keinen Arztbesuch. Es wird keine Garantie zur Wirkungsweise und zur Verträglichkeit der Rohstoffe und dem Endprodukt übernommen. Die Herstellung und Anwendung geschieht auf eigene Gefahr und Verantwortung.

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