Selbstgemachtes Parfum mit ätherischen Ölen

Parfum selbstgemacht

Ein Parfum macht die spezielle Komposition der einzelnen Düfte aus. Es kommt also auf die richtige Mischung der einzelnen Duftbausteine an. Die einzelnen Duftnoten kann man selbst zusammenstellen und einen eigenen Duft kreieren. Düfte sind in vier Duftfamilien unterteilt, wobei die traditionelle französische Parfumlehre sogar sieben Familien unterscheidet:

  • Blumig: Rose, Jasmin, Tuberose, Maiglöckchen, Ylang Ylang, Neroli, Palmarosa
  • Zitrus: Zitronen, Orange, Bergamotte,  Grapefruit, Limette, Mandarine, Zedrat
  • Holzig: Sandelholz, Zeder, Patschuli, Vetiver, Iris
  • Orientalisch: Ambra, Moschus, Vanille
  • Fougere: Lavendel, Geranie
  • Chyre: Duftmischungen mit Zitrus-, hölzernen und blumigen Noten
  • Rauchig/würzig: Tabak, Weihrauch, Ingwer, Kardamom, Zimtrinde

Eine weitere Art der Einteilung von Duftstoffen ist die durch Unterscheidung nach der Flüchtigkeit bzw. Anhaftung verschiedener ätherischer Öle. Hier unterscheidet man nach Kopf-, Herz- und Basisnote. Ein Parfum besteht aus diesen 3 Duftnoten.

  • Kopfnoten werden als erstes nach dem Auftragen wahrgenommen und verflüchtigt sich aber auch recht schnell wieder. Sie stellten den Duft vor und schaffen den Rahmen für den eigentlichen Duftkörper. Dazu gehören frische, leichte, spritzige Düfte wie Zitrus oder leichte blumige Düfte.
  • Herznoten haften und verweilen länger. Sie sind der Charakter des Parfums und nehmen den meisten Raum der Parfum-Mischung ein. Dazu gehören Rose, Rosengeranie, Lavendel, Kamillen, Ylang Ylang, Jasmin, Neroli, Palmarosa.
  • Basisnoten sind der Grundstock des Parfums. Sie festigen die Herznote und geben ihr Substanz. In der Basisnote werden warme und schwerere Düfte verwendet wie ätherische Öle  aus Hölzern, Harzen und Wurzeln, wie z. B. Sandelholz, Zedernholz, Ambra, Weihrauch, Myrrhe, Iris, Vetiver.

Die verschiedenen Duftnoten müssen nun in das richtige Mischverhältnis gesetzt werden. Bisher hat sich die 30-50-20-Regel bewährt. Bei dieser macht die Kopfnote 30 % der Mischung aus, die Herznote entspricht 50 % und die Basisnote 20% Prozent. Die Mixtur wird in Alkohol oder einem Trägeröl vermischt.

Je nachdem wie hoch der Duftanteil in der Mischung ist, spricht man von:

  • Parfum: 20 Prozent reine Duftstoffe
  • Eau de Parfum: 12,5 Prozent Duftstoffe
  • Eau de Toilet: unter 12 Prozent

Verwendete Rohstoffe

Selbstgemachtes Parfum Rohstoffe
Inhaltstoffe
20 ml Weingeist/Ethanol oder Trägeröl
12 Tropfen ätherisches Öl für die Kopfnote
20 Tropfen ätherisches Öl für die Herznote
8 Tropfen ätherisches Öl für die Basisnote

Variante 1: frisch-blumig wie Chloé 2007

Kopfnote: 8 Tropfen Freesie, 4 Tropfen Pfingstrose
Herznote: 14 Tropfen Magnolie, 6 Tropfen Rose
Basisnote: 4 Tropfen Amber, 4 Tropfen Zedernholz

Variante 2: blumig-pudrig wie Chanel N°5

Kopfnote: 6 Tropfen Bergamotte, 6 Tropfen Petitgrain
Herznote:  14 Tropfen Ylang-Ylang, 6 Tropfen Jasmin
Basisnote: 24 Tropfen Amber, 4 Tropfen Sandelholz

Anwendung und Haltbarkeit

Selbstgemachtes Parfum
  • Da Duftmoleküle nach oben fliegen, sollte das Parfum aus einer Entfernung von etwa 20 bis 30 cm von unten nach oben aufgesprüht werden.
  • Das Parfum dort auftragen, wo das Blut pulsiert (Innenseite der Handgelenke, Innenseite der Arme, Schläfen, Dekolleté). Die Wärme dieser Hautpartien hilft dem Duft dabei, sich zu entfalten.
  • Am besten eine feuchtigkeitsspendende Creme unter dem Parfum verwenden. Diese sorgt dafür, dass der Duft auf der Haut besser hält.
  • Das selbstgemachte Parfum kann mehrere Jahre haltbar sein.
Selbstgemachtes Parfum

Selbstgemachtes Parfum

Rezeptangaben für ca. 22 ml*
  • 20 ml Weingeist/Ethanol oder ein Trägeröl
  • 40 Tropfen ätherisches Öl
Zubehör
  • Parfumflakon
  • Kleiner Trichter zum Einfüllen
Zubereitung
  1. Fülle erst die ätherischen Öle in deinen Flakon.
  2. Anschließend mit dem Weingeist oder Trägeröl wie z.B. Jojobaöl auffüllen.
  3. Nun gut schütteln und am besten 2 Wochen ziehen lassen. Während dieser Zeit lösen sich die Duftstoffe im Alkohol und verbinden sich miteinander. Regelmäßiges Schütteln unterstützt diesen Vorgang.

Haftung: Alle angegeben Wirkungsweisen dienen lediglich zur Information und ersetzen keinen Arztbesuch. Es wird keine Garantie zur Wirkungsweise und zur Verträglichkeit der Rohstoffe und dem Endprodukt übernommen. Die Herstellung und Anwendung geschieht auf eigene Gefahr und Verantwortung.

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