Selbstgemachter Raumduft mit ätherischen Ölen

Selbstgemachter Raumduft zur Konzentration und Entspannung

Im Alltag schenkt unser bewusstes Dasein generell den Sinnen Sehen und Hören mehr Beachtung. Dabei ist Riechen eine wichtige neurosensorische Funktion mit welcher wir die Umgebung »scannen«. Und unser Gehirn organisiert sich viel mehr um das olfaktorische System, als wir annehmen.

Düfte sind Auslöser für Sympathie und Antipathie und beeinflussen unsere Emotionen sowie Stimmungen. Auch steuern sie unser Sozial- und Sexualverhalten, können den Hormonhaushalt ändern und dienen als chemisches Kommunikationsmittel. Dabei sind nicht nur in der Nase Duftrezeptoren. Die Forschung hat ebenfalls Rezeptoren in der Leber, im Herzen, in der Prostata, Haut und im Darmtrakt gefunden. Bisher wurden 400 unterschiedliche Typen von Duftrezeptoren im Menschen gefunden.

Düfte wecken Gefühle, rufen Erinnerungen wach und können nachweislich das Wohlbefinden steigern. Anders als optische oder akustische Sinneseindrücke, können Düfte nicht über den Thalamus vorverarbeitet und gefiltert werden und so können sie ganz unbewusst Emotionen in uns auslösen. Auch wirken Düfte direkt auf das limbische System, welches der älteste Teil des menschlichen Gehirns ist und eine essenzielle Rolle bei der Entstehung von Gefühlen spielt.

Umso mehr ein Grund sich selbst eine aromatische Wohltat zu gönnen. Ein hausgemachter Raumduft ist leicht herzustellen, und die von uns vorgeschlagenen Kombinationen ätherischer Öle unterstützen entweder die Konzentration oder fördern die Entspannung. ⁠

Verwendete Rohstoffe

Selbstgemachter Raumduft zur Konzentration und Entspannung

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Raumduft zur Entspannung

Pflanzenöl
200 ml Sonnenblumenöl

Alternativ können andere Speiseöle wie Rapsöl verwendet werden. Auch Trägeröle wie Mandelöl, Jojobaöl oder Traubenkernöl sind geeignet.

Ätherisches Öl

Ylang Ylang hilft bei nervöser Unruhe, Angstzuständen, Unausgeglichenheit und Schlafstörungen. Der Duft des ätherischen Lavendelöls sorgt für Ausgeglichenheit und kann dabei helfen Depressionen entgegenzuwirken. Vor allem bei Schlafstörungen hat sich Lavendelöl bewährt. Ätherisches Sandelholzöl wirkt harmonisierend und entkrampfend.

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Raumduft zur Konzentration

Pflanzenöl
200 ml Sonnenblumenöl
Ätherisches Öl

Ätherische Zitrusöle sind echte Stimmungsaufheller und steigern die Motivation. Vor allem, wenn man mit Antriebslosigkeit zu kämpfen hat. Ätherisches Bergamottenöl fördert die Kreativität, während die Grapefruit für ein Hochgefühl sorgt. Die Orange ist ein Multitalent, indem sie sowohl anregt als auch gegen Stress hilft.

Anwendung und Haltbarkeit

Selbstgemachter Raumduft zur Konzentration und Entspannung
  • Den Raumduft zur Entspannung vorzugsweise im Schlafzimmer aufstellen; den für Konzentration am Arbeitsbereich.
  • Außer Reichweite von Kindern und Haustieren aufstellen.
  • Wenn regelmäßig Raumdüfte einsetzen werden, sollte man trotzdem ans Lüften denken. Für ein gesundes Raumklima sollten die Innenräume stetig gelüftet werden.
  • Hin und wieder den Raumduft wechseln. Unsere Sinne gewöhnen sich an den Duft und man nimmt ihn nicht mehr wahr.

Die Evaporation des selbstgemachten Raumdufts kann ganz unterschiedlich ausfallen. Eine 200 ml Mischung kann bis zu 4 Monaten halten. Benutzte Duftstäbchen bitte nicht wegschmeißen. Diese können mit ein bisschen Pflege ein bis zwei weitere Male für denselben Duft wieder verwendet werden. Einfach mit warmen Wasser waschen und gut abbürsten.

DIY Raumduft Rezept

Rezeptangaben für ca. 200 ml*
Zubehör
  • Ausrangiertes Raumduftglas oder Glasgefäß mit engem Flaschenhals
Zubereitung
  1. Alle Zutaten in das Glasgefäß geben.
  2. Danach die Stäbchen reinstecken und entsprechen platzieren.

Haftung: Alle angegeben Wirkungsweisen dienen lediglich zur Information und ersetzen keinen Arztbesuch. Es wird keine Garantie zur Wirkungsweise und zur Verträglichkeit der Rohstoffe und dem Endprodukt übernommen. Die Herstellung und Anwendung geschieht auf eigene Gefahr und Verantwortung.

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