Rezepte

Jede Haut ist individuell und benötigt eine auf sie abgestimmte Pflege. Die richtige Hautpflege in der herkömmlichen Kosmetik zu finden kann daher schwer werden. Dazu kommen diverse bedenkliche Inhaltsstoffe sowie die negativen Aspekte der meist verwendeten Plastikverpackungen.

 

Selbst hergestellte Produkte sind im Allgemeinen schonend für Umwelt, Mensch und Tier. Bei der eigen hergestellten Kosmetik hat man selbst in der Hand was für Zutaten verwendet werden. Der Vorteil ist, dass man auf qualitativ hochwertige und natürliche Rohstoffe zurückgreifen kann – vor allem auch auf die Zutaten, welche perfekt auf den Hauttyp abgestimmt sind. Dazu kommt, dass es nicht schwierig ist selbst Kosmetik herzustellen und es viel Freude bereiten kann. Zugegeben am Anfang kann es noch sehr komplex sein sich durch Emulgatoren, Konsistenzgeber etc. zu kämpfen. Aber mit der Übung kommt das Können und wir raten, dass man als Anfänger erstmal mit den Anfängerrezepten anfängt und sich nach und nach weiter in die Herstellung der Naturkosmetik einarbeitet.

Naturkosmetik herstellen

Wen das noch nicht überzeugt hat, der findet hier eine Übersicht an gängigen und kritischen Inhaltsstoffen der Kosmetikindustrie:

 

Aluminiumchloride

Sind umstritten und stehen im Verdacht Brustkrebs zu fördern. 

 

Aluminiumchlorid ist ein Wirkstoff, der äußerlich aufgetragen wird, um die Schweißbildung zu hemmen. Dabei wirkt er zusammenziehend – adstringierend – und schweißhemmend. Aluminiumchloride werden meist als Aluminium Chlorhydrat oder Aluminium Silicat angegeben. Der Wirkstoff ist umstritten, das er im Verdacht steht Brustkrebs zu fördern. Bis dato gibt es keine Studien, die das belegen, doch auch keine, welch das Gegenteil behaupten. Da Aluminium über unsere Haut in den Organismus gelangen kann und durch Tierversuche und aus Erfahrungen, die einige Dialysepatienten in den 1970er Jahren machten, bestätigt wurde, dass der Wirkstoff eine schädliche Wirkung hat, sollte man davon absehen, diesen auf der Haut aufzutragen.

 

Aluminiumchlorid befindet sich meist in: Deos, Zahncremes, Lippenstift. 

 


Mikroplastik (Polyethylene) 

Steht im Verdacht Krebs sowie Adipositas hervorzurufen.

 

Mikroplastik ist wohl jedem ein Begriff und damit werden feste sowie lösliche Polymere bezeichnet, die kleiner als 5 Millimeter sind. Es enthält zahlreiche Chemikalien u. a. Bisphenol A oder Weichmacher, welche in Verdacht stehen Krebs sowie Adipositas hervorzurufen. Des Weiteren gelangen diese Partikel durch die Verwendung in Kosmetika und somit in unser Abwasser, aus welchem sie nicht gefiltert werden können.

 

Mikroplastik befindet sich meist in: Cremes, Haarspray, Peelings, Shampoos. 

 


Allergene (Duftende) 

Können Allergien hervorrufen. 

 

Diese Wirkstoffe sind wohl unter den Deklaration »Aroma« und »Duftstoffe« eher geläufig. Sie sind oft allergene Stoffe, welche nicht natürlich abbaubar sind und sich im Körper anreichern können. Allergene gelangen über die Haut in unseren Organismus und werden über die Blutbahnen im Körper verteilt. Eine Studie des Umweltbundesamtes ergab, dass es mindestens eine halbe Million Duftstoff-Allergiker in Deutschland gibt. Das wissenschaftliche Beratungskomitee der Europäischen Union hat 26 Duftstoffe als besonders häufig Allergien auslösend eingestuft, welche nach der Kosmetikverordnung auf dem Produkt anzugeben sind, falls sie bestimmte Konzentrationen überschreiten. Hersteller umgehen diese Vorgabe meist, in dem sie unter der vorgeschriebenen Konzentration bleiben oder ihn durch eine andere Substanz ersetzen, die nicht angegeben werden, aber ebenfalls Allergien auslösen kann.

 

Allergene befindet sich meist in: Kosmetikprodukten, Parfüms, Duftkerzen, Wasch- und Reinigungsmittel. 

 


Nanopartikel  

Können Gefahren für die Umwelt und Gesundheit mit sich bringen. 

 

Der Begriff »Nano« kommt aus dem griechischem und bedeutet übersetzt Zwerg. Es handelt sich hierbei um Partikel, welche kleiner als hundert Nanometer sind – oder ein Millionstel Millimeter. Um sich da besser vorstellen zu können – sie sind etwa 1000 Mal kleiner als der Durchmesser eines einzelnen Haares. Nanotechnologie gilt also die Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts. Diese kann jedoch auch Gefahren für die Gesundheit und die Umwelt mit sich bringen, jedoch gibt es kaum Forschungen zu den Risiken. Die ersten Studien jedoch zeigen mögliche Risiken bestimmter häufig eingesetzter Nanomaterialien auf.

 

Nanopartikel befindet sich meist in: Sonnencremes, Lippenstifte und Zahncremes.

 


Mineralöl & Paraffine

Entziehen der Haut Feuchtigkeit und trocknet sie aus. 

 

Paraffine und Mineralöle werden aus Erdöl gewonnen und legen einen nicht wasserlöslichen Film auf die Haut. Zudem haben sie keinerlei hautfreundliche Wirkung und entziehen ihr jedoch Feuchtigkeit und trocknet sie aus. Nach langer Anwendung von Mineralöl kann sogar eine sogenannte »Mineralöl- oder Paraffinabhängigkeit« entstehen. Das bedeutet, dass man das Gefühl hat, ständig cremen zu müssen. Mineralöle und Paraffine sind auf dem Etikett als folgende gekennzeichnet:  Liquid paraffin, Liquid petrolatum, Parafin oil, Paraffinum liquidum, Petrolatum liquid, Petroleum oil, White mineral oil und White oil sind allesamt Mineralöle. Vaseline gehört ebenfalls zu der Familie, hat jedoch eine wachsähnliche Struktur.

 

Mineralöl & Paraffine befinden sich meist in: Lotions und Cremes.

 


Tenside

Können Allergien und Hautausschläge hervorrufen. 

 

Zu den Tensiden zählen Stoffe, die die Spannung der Oberflächenstruktur zerstören können. In Kombination mit Wasser kann so Öl und Fett aufgelöst und von der Oberfläche der Haut und Haare herausgewaschen werden. Da sie die Oberflächenspannung verringern, erzeugen sie Schaum und sorgen für Geschmeidigkeit von Shampoos u. v. m. Natürliche Tenside wie Seife, Lecithin und Gallensäure sind unproblematisch in der Anwendung.

 

Viele Tenside basieren jedoch auf Palmöl, für welches Teile des Regenwaldes abgeholzt werden. Problematisch sind auch Tenside auf Erdölbasis. Diese Tenside zersetzen sich nur sehr langsam und bleiben über Jahre in der Natur erhalten. Auch für die Haut sind Tenside auf Erdölbasis schädlich. Sie können zu Allergien und Hautausschlägen führen. Besonders aggressiv sind Tenside, die auf »sulfat« enden.

 

Tenside befinden sich meist in: Shampoos, Haarspray, Mundspray, Schaumbadzusatz und Zahncremes. 

Naturkosmetik selbst herstellen

Fazit 

 

Durch die Herstellung eigener Naturkosmetik können wir selbst in die Hand nehmen wie wir mit unserer Haut und Gesundheit umgehen wollen. Auch können wir die Umweltbelastung deutlich minimieren. Jährlich entsorgen wir Tonnen an Plastik, alleine nur bedingt durch Kosmetikprodukte. Mal davon abgesehen von den schädlichen Gesundheitsfolgen von Kosmetik in Plastikverpackung.