Tamanuöl

Tamanufrucht an Baum
  • Basisöl
  • INCI: Calophyllum Inophyllum Seed Oil
  • Komedogenitätsgrad: 2
  • Zusammensetzung: Ölsäure (bis ca. 50 %), Linolsäure (bis ca. 20 %), Palmitinsäure (bis ca. 15 %), Stearinsäure (bis ca. 12 %).
  • Iodzahl: 75 – 82.
  • Kosmetische Verwendung: Akne, Wundheilung.
  • Haltbarkeit: Durch den hohen Anteil an Glyceriden gesättigter Fettsäuren ist das Öl sehr lange haltbar, mehrere Jahre sogar.

STAMMPFLANZE

Der immergrüne Tamanubaum ist in Afrika, Ostindien bis Polynesien beheimated und wird 10-20 m hoch. Zweimal im Jahr blüht der Tamanubaum mit duftenden, weißen Blüten. An dem Baum wachsen 3-4 cm große Früchte, die in Büscheln wachsen. Die Früchte, die anfangs grün sind, nehmen bei Reife eine gelbe Farbe an und schmecken ähnlich wie Äpfel. In den Früchten befindet sich eine rundliche Nuss mit einer dünnen Schale, die einen hellgelben Kern enthält.

GEWINNUNG VON TAMANUÖL

Nach der Ernte werden die Früchte leicht zerdrückt, um die Nüsse zu entfernen. Anschließend werden die Nüsse über mindestens 2 Monate in dünnen Schichten an der Sonne getrocknet, bis sich an der Außenseite eine reichhaltige, dunkle, sehr zähe Ölschicht entwickelt hat. Speziell hierbei ist dabei, dass erst während des Trocknungsprozesses das Öl entsteht. Die getrockneten Nüsse werden im Anschluss kalt gepresst und das dunkelgrüne und nussig-bitter duftende Tamanuöl, auch Calophyllumöl genannt, gewonnen. Aus 100 kg Früchten kann so etwa 5 kg kalt gepresstes Öl gewonnen werden.

KOSMETISCHE VERWENDUNG VON TAMANUÖL

Tamanuöl hat eine entzündungshemmende und antivirale Wirkung. Auch eine befeuchtende, narbenheilende, reizlindernde und sogar UV-absorbierende Wirkung zugeschrieben. Das Öl kann die Bildung von neuem Gewebe fördern und damit die Wundheilung und Entstehung einer gesunden Haut unterstützen. Zusätzlich sorgt es dafür, dass sich Wunden nicht entzünden. In der Pazifikregion wird das Öl zur Wundheilung bei tiefen Wunden und auch gegen wunde Stellen bei Diabetes, Psoriasis und Herpes eingesetzt. Aufgrund seiner entzündungshemmenden, antiinfektiven und heilenden Wirkung kann das Tamanuöl vor allem bei der Behandlung von Akne eine wichtige Rolle spielen. Gegen das Akne verursachende Bakterium „Propionibacterium acnes“ hat das Öl in Studien eine antibakterielle Wirkung gezeigt. Dem Öl wird auch nachgesagt, dass es die Hautalterung und Falten vorbeugen kann, da die Neoflavonoide der Harze des Tamanuöls antioxidativ wirken sollen. Zudem sollen die enthaltenen Ölsäuren UV-Strahlung absorbieren und sonneninduzierte UV-Schäden reparieren.
Tamanufrucht an Baum

Vorteile von Tamanuöl für die Haut

  • spendet Feuchtigkeit
  • wirkt antibakteriell und entzündungshemmend
  • stimuliert Zellwachstum und Wundheiung
  • hilft bei Akne
  • beugt Falten vor
  • reizlindernd
  • hat eine antioxidative Wirkung

TAMANUÖL kaufen – worauf sollte man achten?

Beim Kauf von Tamanuöl sollte man, wie bei anderen Pflanzenölen, darauf achten, dass es sich um ein reines und kalt gepresstes Öl handelt. Daher hilft ein Blick auf die Angabe der Inhaltsstoffe. Hier sollte nur Tamanuöl (Calophyllum Inophyllum Seed Oil) genannt werden. Wenn das Öl frei von Zusätzen ist, neigt es bei niedriger Zimmertemperatur dazu dickflüssig zu werden und bei höherer Zimmertemperatur wieder etwas dünnflüssiger. Wenn die Temperatur etwa 20 Grad oder weniger ist, kann es zur Kristallisation kommen (weißlich Ausflockung). Dies ist aber kein Anzeichen von Qualitätsverlust, sondern öltypisch.
Quellen
Quellen: Krist, Sabine (2013): Lexikon der Pflanzlichen Öle und Fett. Wien: Springer Verlag. | Braunschweig, R. (2020): Pflanzenöle - über 50 starke Helfer für Genuss und Hautpflege. Wiggensbach: Stadelmann Verlag.

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