Squalan

  • Basisöl
  • INCI: Squalane
  • Komedogenitätsgrad: 1
  • Kosmetische Verwendung: Haut weich machende und glättende Lipidkomponente; Haarpflege.

Gewinnung von Squalan

Squalen ist ein Triterpen-Kohlenwasserstoff und ein wesentlicher Bestandteil des hauteigenen Hydro-Lipid-Films. Der Name Squalen leitet sich von dem lateinischen Wort »Squalus« ab, das »Haifisch« bedeutet, denn ursprünglich wurde Squalen nur aus der Haileber gewonnen. Heutzutage wird Squalen jedoch hauptsächlich aus Pflanzenölen isoliert. Es kommt in verschiedenen Pflanzenölen wie Weizenkeim– Reiskeim-, Avocado– und Olivenöl vor. Den höchsten Anteil an Squalen besitzt Amaranthöl mit bis zu 8 %.

Für die Kosmetikindustrie wird das natürlich vorkommende Squalen in Squalan umgewandelt. Durch Hydrieren wird Squalen dann zum gesättigten und länger haltbaren Squalan. Squalen hat den Nachteil, dass es wie alle ungesättigten Fettsäuren oxidieren kann und ist daher nur kurze Zeit haltbar.

Kosmetische Verwendung von Squalan

Squalan, auch Squalanöl genannt, ist ein durchsichtiges, geruchsneutrales Öl. Es zählt mit 5 % – 12 % Prozent zu den natürlichen Hauptbestandteilen des Hauttalgs, welcher dafür sorgt, dass die Haut nicht austrocknet. Squalan sorgt für eine besser befeuchtete Haut, in der sich weniger Falten bilden, indem es Feuchtigkeitsverlust der Haut mindert. Das Öl verringert auch die Oxidation hauteigener Fette. Als Radikalfänger ist das Öl in der Lage Radikale in molekularen Sauerstoff umzuwandeln und so die Haut zu schützen.

Das Öl weist außerdem eine hervorragende Spreitfähigkeit (Verteilbarkeit) auf, die sich durch das geschmeidige Hautgefühl äußert. Es verbessert somit Spreiteigenschaften einer Emulsion, ohne einen störenden Fettfilm zu bilden und verleiht der Emulsion einen seidigen “Finish”. Da Squalan eher seidig als fettig ist, eignet es sich auch hervorragend für den Einsatz in Shampoos und anderen Haarpflegeprodukten. Spröde Haarspitzen profitieren auch von der Anwendung von purem Squalan.