Haselnussöl

Haselnuss

 

  • Basisöl
  • INCI: Corylus avellana (Hazel) Seed Oil
  • Komedogenitätsgrad: 1
  • Zusammensetzung: Ölsäure (bis ca. 78 %), Linolsäure (bis ca. 14 %), Palmitinsäure (bis ca. 6 %), Stearinsäure (bis ca. 3 %), α-Tocopherol, Phytosterole, Vitamin B, D und K.
  • Iodzahl: 83-90.
  • Kosmetische Verwendung: Trockene, spröde Haut.
  • Haltbarkeit: Beil kühler und dunkler Lagerung ca. 6 Monate.

 

Stammpflanze

Der Haselnussstrauch ist eine Pflanzenart aus der Familie der Birkengewächse (Betulaceae) und wird meist etwa 5 m hoch. Der sommergrüne Strauch besitzt runde bis ovale Blätter mit einer kurzen Blattspitze. Die Blätter sind an der Oberseite leicht behaart und haben einen gesägten Rand. Der Haselnussstrauch blüht im Winter mit gelben, grünen oder roten Blüten und trägt im Herbst braune Nüsse. Die Haselnuss ist die einzige Nuss mit europäischem Ursprung und wurde schon in frühester Zeit aufgrund seiner ölhaltigen Samen kultiviert. In der Nuss befindet sich ein Samen mit dünner Schale, der etwa 60 % Öl enthält.

Gewinnung von Haselnussöl

Die Haselnüsse werden je nach Anbaugebiet von August bis Oktober geerntet und danach an einem feuchtigkeitsarmen Ort getrocknet und geschält. Anschließend werden die Kerne zerrieben, damit mehr Oberfläche entsteht und die Pressung einfacher erfolgen kann. Vor allem für die Anwendung in der Küche werden die Nüsse vor der Pressung geröstet. Das gelbe bis gelbbraune Haselnussöl kann auch durch Extraktion mit dem kritischen CO2 oder mit Hexan gewonnen werden. Das Öl ist bei kühler Lagerung bis zu 12 Monate haltbar.

Kosmetische Verwendung von Haselnussöl

Haselnussöl wird gerne als Massageöl verwendet, das es gut in die Haut einzieht, jedoch langsam. Aus diesem Grund bleibt auch eine schützende Fettschicht auf der Haut, die vor allem bei trockener und sensibler Haut hilfreich ist. Haselnussöl weist außerdem eine straffende und gefäßverengende Wirkung auf. Diese glättende Wirkung ist dem α-Tocopherol zu verdanken, welches gegen freie radikale wirksam ist. Haselnussöl eignet sich aufgrund seines dezenten Duftes auch hervorragend als Basisöl für die Aromapflege. Der Gehalt an α-Tocopherol ist höher in der ungerösteten Variante, welche für den kosmetischen Einsatz zu bevorzugen ist.

Haselnuss

Vorteile von Haselnussöl für die Haut

  • spendet Feuchtigkeit
  • wirkt entzündungshemmend
  • wirkt straffend
  • fördert die Wundheilung
  • hat einen leichten natürlichen Lichtschutzfaktor
  • pflegt trockene und sensible Haut

Innerliche Anwendung von Haselnussöl

Aufgrund des hohen Gehalts an einfach ungesättigten Fettsäuren kann Haselnussöl hohe Cholesterinwerte senken und reguliert außerdem den Blutdruck und schützt das Herz – Kreislaufsystem. Haselnussöl wird auch zur unterstützenden Behandlung von Atemwegsproblemen empfohlen, da es eine gefäßverengende Wirkung aufweist. Auch bei Krampfadern ist diese Eigenschaft sehr nützlich. Haselnussöl soll auch unterstützend auf die Tätigkeit von Magen, Darm und Leber, sowie auf die Funktionen von Gehirnzellen und Nervenzellen wirken.

Kauf von Haselnussöl – worauf sollte man achten?

Haselnullöl ist aus gerösteten oder ungerösteten Nüßßen erhältlich. Will man das Haselnussöl für kosmetische Zwecke verwenden, sollte man darauf achten, dass es sich um ein kaltgepresste Öl aus ungerösteten Nüssen handelt. Durch die Hitzezufuhr vor der Pressung verliert das Öl nämlich viele Vitamine. Doch durch das Anrösten der Kerne entfaltet das Öl ein größeres Aroma. Daher wird das Öl aus gerösteten Nüssen für die Küche bevorzugt.

Wenn man sichergehen will, dass sein Haselnussöl keine Rückstände von Pestiziden enthält, sollte man außerdem auf eine Bio-Qualität des Öls achten, da hierbei die Haselnusssträucher nicht mit Pestiziden besprüht werden.

Quellen
Quellen: Krist, Sabine (2013): Lexikon der Pflanzlichen Öle und Fett. Wien: Springer Verlag. | Braunschweig, R. (2020): Pflanzenöle - über 50 starke Helfer für Genuss und Hautpflege. Wiggensbach: Stadelmann Verlag.

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