Aprikosenkernöl

Aprikosenkernöl in Flasche neben Aprikosen

 

  • Basisöl
  • INCI: Prunus Armeniaca (Apricot) Kernel Oil
  • Komedogenitätsgrad: 2-3
  • Zusammensetzung: Ölsäre (bis ca. 70 %), Linolsäre (bis ca. 25 %), Palmitinsäure (bis ca. 6 %), Stearinsäure (bis ca. 2 %), Palmitoleinsäure (bis ca. 1 %), Tocopherol.
  • Iodzahl: 96-109.
  • Kosmetische Verwendung: Empfindliche, trockene Haut; geeignet für alle Hauttypen.
  • Haltbarkeit: Ca. 1 Jahr.

 

Stammpflanze

Der Aprikosenbaum wird zwischen 3 und 4 m hoch und wird hauptsächlich in Europa, Australien und den Vereinigten Staaten kultiviert. Die Blattstiele sind etwa 3 cm lang und haben mehrere große Drüsen. Die Blättspreiten sind ca. 10 cm lang und oval. Die Blüten treten einzeln oder zu zweit auf und erscheinen vor den Laubblättern. Der Kelch der Blüten ist rot-braun mit einem am Grund meist samtig behaarten Becher. Die Kronblätter sind weiß bis schwach rosa und bis zu 1,5 cm lang. Die Aprikosenfrucht ist rundlich, samtig behaart, mit einseitiger Längsfurche und hat eine hellgelbe bis orange-rote Farbe. Der Fruchtkern ist glatt und oval und lässt sich leicht vom gelben / orangen Fruchtfleisch entfernen. Er enthält ein hellgelbes Öl.

Aprikosen

Gewinnung von Aprikosenkernöl

Aprikosenkernöl wird, wie der Name schon sagt, nicht aus dem Fruchtfleisch, sondern aus der Mandel des Steins gewonnen. Der Stein muss somit aufgebrochen werden, um an den mandelartigen Kern zu kommen, in dem das Öl enthalten ist. Anschließend wird das Aprikosenkernöl durch Kaltpressung gewonnen und im Nachhinein meist noch raffiniert.

Kosmetische Verwendung von Aprikosenkernöl

Aprikosenkernöl ist ein mildes, wenig fettendes Öl, das von allen Hauttypen gut vertragen wird, auch von empfindlicher und irritierter Haut. Das Öl versorgt die Haut mit Feuchtigkeit und macht diese glatt und geschmeidig. Aprikosenkernöl lässt sich gut verteilen, zieht schnell ein und hinterlässt ein angenehmes Hautgefühl. Durch die im Öl enthaltene Linolsäre soll es in der Lage sein geschädigte Hautzellen zu reparieren. Eine Prävention von Hautschäden bei intakter Haut konnte nicht nachgewiesen werden. Für präventive Maßnahmen, kann das Öl jedoch eingenommen werden.

Weitere Wirkungen, die dem Aprikosenöl zugewiesen werden sind eine Festigung des Gewebes, Aktivierung des Hautstoffwechsels, Beruhigung irritierter Haut, Pflege schuppiger Haut und antibakterielle Wirkung.

Aprikosenkernöl in Flasche neben Aprikosen

Vorteile von Aprikosenkernöl für die Haut

  • für alle Hauttypen geeignet
  • feuchtigkeitsspendend
  • zieht schnell ein
  • repariert geschädigte Hautzellen
  • beruhigt irritierte Haut
  • pflegt empfindliche und trockene Haut

Innerliche Anwendung von Aprikosenkernöl

In Aprikosenkernöl ist Pangamsäure und Linolsäure enthalten und ist dadurch für die Anwendung in der Pharmazie und Medizin sehr vielfältig. Aprikosenkernöl in den Rezepturen hilft bei der Behandlung von Hautkrankheiten, die eine Dehydration der Haut zur Folge haben. Die Linolsäure hilft, die Hautstruktur wiederherzustellen oder beschädigte Hautzellen zu regenerieren.

Aprikosenkernöl wird auch als Antigränemittel eingesetzt. Die Pangamsäure hilft, die Sauerstoffversorgung der Zellen anzuregen und dadurch kann es Folgen von Sauerstoffmangel, wie z.B Müdigkeit und Antriebslosigkeit mildern.

Aprikosenkernöl wird aufgrund des Gehalts an Pangamsäure auch bei Angina pectoris und verschiedenen Lebererkrankungen verwendet. In der Naturheilkunde soll Aprikosenkernöl durch den Vitamin B17 – Gehalt vorbeugen gegen Krebs wirken. Bei einer bestehenden Krebserkrankung soll es jedoch Schäden in Leber und endokrinen Drüsen verursachen.

Aprikosenkernöl kaufen – worauf sollte man achten?

Achte beim Kauf auf die Inhaltsstoffe, um sicherzugehen, dass es sich um reines Aprikosenkernöl handelt. Die hochwertigen und reinen Öle sind natürlich teurer, jedoch auch sicherer für die Gesundheit, daher sollte man hier nicht an falscher Stelle sparen. Am Besten ist natürlich ein Öl aus kontrolliert biologischem Anbau. Diese punkten in ihrer Reinheit und Verträglichkeit. Wer empfindliche Haut hat oder das Öl medizinisch verwenden will, sollte auf ein Bio-Öl zurückgreifen.

Quellen
Quellen: Krist, Sabine (2013): Lexikon der Pflanzlichen Öle und Fett. Wien: Springer Verlag. | Braunschweig, R. (2020): Pflanzenöle - über 50 starke Helfer für Genuss und Hautpflege. Wiggensbach: Stadelmann Verlag.

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