Parakresse: Die natürliche Alternative zu Botox

Natürliches Botox mit Parakresse

Die Entdeckung von Botulinumtoxin Typ A, auch als Botox bekannt, findet ihre Wurzeln im 19. Jahrhundert. Sie beginnt mit der Erkrankung Botulismus, einer lebensbedrohlichen Lebensmittelvergiftung. Ein Grund für diese Lebensmittelvergiftung waren fleischhaltige Lebensmittel, z.B. wie Wurst (lat. botulus), wobei die giftigen Eiweißstoffe Lähmungserscheinungen hervorgerufen haben. 

Bei Botulinumtoxin handelt es sich dementsprechend um ein sehr starkes Nervengift. Es wird sogar als das stärkste biologische Gift bezeichnet. In der Medizin kommt eine extrem stark verdünnte Form von Botulinumtoxin A zum Einsatz. Diese wurde 1946 vom US-Amerikaner Carl Lamanna isoliert und in den 1970er Jahren als Medikament zugelassen. Im Jahre 1989 erhielt dann das Onabotulinumtoxin, auch als Botox bekannt, die Zulassung der amerikanischen Food and Drug Administration (FDA). Zunächst wurde das Mittel in der Medizin zur Behandlung von Lidkräpfen und Strabismus (Schielen) eingesetzt. Doch schnell erkannte man die faltenglättende Wirkung von Botox. Bis zu seiner Zulassung im Jahre 2002 für kosmetische Zwecke, wurde das Mittel außerhalb seiner eigentlichen Zulassung verwendet.

Die Nachteile von Botox

Da Botox per Injektion in die Haut gelangt, kann es hier zu typischen Nebenwirkungen kommen. Dazu zählt die Verletzung kleiner Hautgefäße, durch die möglicherweise Einblutungen entstehen, welche aber nach einigen Tagen verschwinden können. Außerdem ist es möglich, dass durch die Stichkanäle Bakterien in die Haut gelangen und es somit zu Infektionen kommen kann. Das ist zwar in der Arztpraxis an sich eher selten der Fall, weil hier gründlich desinfiziert wird, kann aber passieren, wenn der Patient den betroffenen Bereich anfässt oder an ihm herum reibt. Eine weitere, bekannte Nebenwirkung, ist der maskenhafte Effekt, den das Botox mit sich bringt. Dadurch wirkt die Mimik nicht mehr ganz so natürlich und eher starr.

Parakresse als Alternative

Parakresse, regional auch als “Jambú” bekannt, ist eine Pflanze aus Südamerika. Vor allem weit verbreitet ist sie in den Regionen Brasiliens und Peru. Im Englischen hat die Pflanze auch den Namen Toothache Plant („Zahnweh-Pflanze“), da sie traditionell gegen Zahnschmerzen und Zahnfleischentzündungen eingesetzt wird. Die Pflanze wird etwa 20-80 Zentimeter hoch und hat kugelförmige, gelb-rote Laubblätter. 

Dank ihres hohen Vitamin-C-Gehaltes findet die Pflanze ihren Einsatz auch in der brasilianischen Küche und wird etwa in Suppen oder Salaten serviert.  Außerdem wird die Pflanze in der Volksheilkunde gegen Rheuma und Gicht verwendet.

Die Parakresse verfügt über antibakterielle, antivirale, betäubende. entzündungshemmende, immunstärkende und speichelflussfördernde Eigenschaften.

Der Inhaltsstoff Spilanthol

Du fragst dich nun bestimmt, wie du Parakresse gegen deine Fältchen einsetzen kannst und ob es wirklich mit klassischem Botox konkurrieren kann. 

Die Parakresse verfügt über einen einzigartigen Wirkstoff namens Spilanthol, und zwar zu 1.2%. Dieses Alkamid wird in der Kosmetikbranche nun als die Alternative zu Botox beworben. Wird Spilanthol auf die Haut aufgetragen, dann dringt es in die Hornschicht ein, wo es dort kumuliert. Seine betäubenden Fähigkeiten lassen es wie ein Lokalanästhetikum wirken, weshalb es effektiv die Hautmuskeln entspannt. Seine langfristige Anwendung soll nicht zur Gewöhnung, sondern zur Konditionierung der Haut führen. Anders als Botox wirkt Splianthol nicht so intensiv und muss nicht über Injektionsverfahren in die Haut geführt werden. Dadurch werden die Muskelbeweglichkeit und die Mimik nicht so stark eingeschränkt, was zu einem viel natürlicherem Look führt. Außerdem fördert Spilanthol die Regenerationsprozesse, welche vorwiegend nachts stattfinden

Spilanthol in deiner Naturkosmetik

Wie schon erwähnt, muss man Spilanthol nicht per Injektion in die Hautschichten befördern. Du findest den Wirkstoff in den verschiedensten Cremes, Seren oder hochkonzentriert in Ampullen. Die Ampullen werden morgens und abends auf die Haut aufgetragen, wobei eine Ampulle für zwei Anwendungen völlig genügt. Dazu die Ampulle einfach schütteln und aufbrechen. Danach das Konzentrat in die Handfläche geben und warm reiben. Die Reibung erwärmt den Inhalt, wodurch Bioaktivstoffe aktiviert werden. Das Konzentrat auf das gereinigte Gesicht und Dekolleté auftragen und sanft eindrücken. Danach solltest du warten, bis der Wirkstoff komplett in die Haut eingezogen ist. Die Wirkung sollte bereits nach einer Stunde eintreten. Das Spilanthol ist allerdings kein Einzelkämpfer, sondern wird meistens noch mit Hyaluronsäure für ein effektiveres Ergebnis vermischt.

Ist es wirklich besser als Botox?

Das Spilanthol hat zwar betäubende und hautglättende Effekte, es ist aber bei langem noch nicht so wirksam wie Botox. Nichtsdestotrotz ist es eine natürliche Alternative zur Bekämpfung von Falten und Entzündungen. In den südamerikanischen Regionen ist es seit langem für seine vielfältigen Einsatzmöglichkeiten bekannt und hat nun auch seinen Weg nach Deutschland gefunden. Hier findest du es in den verschiedensten Cremes, Seren und Ampullen wieder. Diese sind nicht nur sehr wirksam, sondern beugen auch einem maskenhaften Effekt vor, welcher bei Botox der Fall ist. Zusätzlich musst du dir nichts in deine Haut spritzen lassen, sondern die gewählten Produkte einfach auf deine Haut auftragen und einwirken lassen. Durch seine lokalanästhetische Wirkung entspannt es die Gesichtsmuskeln und reduziert somit Falten.

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